Stadt Sherpur (Rajshahi)

bangladesch

Präsentation

Die Stadt Sherpur befindet sich im Sherpur-Distrikt in der Divison Dhaka in Bangladesch. Sie liegt am Ufer des Flusses Mrigi und wurde im 17. Jahrhundert gegründet, die Gemeinde Sherpur entstand 1869. Die Stadt selbst ist etwa 23 km² groß und hat ca. 78 750 Einwohner. Der Sherpur-Distrikt hat eine Größe von ca. 360 km² und beheimatet insgesamt etwa 301 500 Menschen. Die Lese- und Schreibfähgigkeit in Sherpur beträgt nur etwa 32 %. Die meisten der Einwohner sind Muslime. Das regional-administrative Zentrum wurde während der Mughal-Zeit eingerichtet. Der Gerichtshof und die Polizeistation wurden Anfang des 19. Jahrhundert gegründet. Es gibt mehrere Universitäten, sodass man in Sherpur viele Studenten antrifft. Das große Sherpur Shahid Moktijoddha Stadium steht seit 1997. Die Landschaft des Distriktes ist von mehreren Bergen gekennzeichnet, so zum Beispiel dem Kodaljhara, Aurabaura und Nishla. Außer dem Mrigi fließen noch die Flüsse Brahmaputra und Dashani durch das Gebiet. Typisch für Sherpur sind beispielsweise süße Milchprodukte. Hauptwirtschaftsfaktor ist der Reisanbau. Die Hauptstadt von Bangladesch, Dhaka, liegt etwa 200 km von Sherpur entfernt.

Die stadt Sherpur gehört zu der division Rajshahi, zu der distrikt Bogra und zu der bezirk Sherpur.

Points oder Interessen

Kirchen und Moscheen

In Sherpur gibt es viele spannende Kirchen, buddhistische Tempel und Moscheen zu besichtigen. Sherpur empfängt jährlich viele muslimische Pilger. Die bedeutendsten Moscheen sind Bar Duyari, Mayshahebar und Khorompur. Auch die Ghagra Laskar Kan Moschee und die Kherua Moschee werden gerne besucht. Spannende Tempel und Schreine sind der Nayaani Markt Nat Tempel, der Raghunath Tempel, Poll Sha Schrein und Kamal Sha Schrein; die buddhistischen Tempel wurden während der buddhistischen Pala-Dynastie erbaut (8. bis 12. Jahrhundert). Die Pala-Architektur ist einzigartig und höchst beeindruckend.
Die Kherua Moschee in Bogra ist die älteste Mughal-Moschee im Bengal; sie wurde 1582 am Anfang der Mughal-Ära (ab 1576) von Nawab Mirza Murad Khan erbaut. Da sie während politischer Unruhen gebaut wurde, wurden Architektur und Verzierungen teils etwas nachlässig gestaltet. Die Moschee ist aber äußerst sehenswert: Sie ist aus dunklem Stein und von drei großen unverzierten Kuppeln bedomt und damit äußerst beeindruckend. Sie ist rechteckig und hat 1,8 m dicke Mauern. Im Osten hat sie drei Eingänge, im Norden und Süden jeweils einen. Auf beiden Seiten des Haupteingangs (dem mittleren Eingang im Osten) gab es einst Inschriften zu sehen; eine der Inschriften ist auch heute noch dort, die andere wird im Karachi-Museum aufbewahrt. In der westlichen Mauer findet man im Inneren desweiteren drei halb-zylindrische konkave Mihrabs; sie tragen keine Verzierungen. An allen vier Ecken der Moschee stehen Säulen. Die Konstruktion ähnelt der Architektur der Sultani-Ära, die Zeitspanne direkt vor der Mughal-Ära.

Weltliche Gebäude

Bekannt in Sherpur ist beispielsweise die Reismühle, die gerne von Touristen besucht wird und interessante Einblicke in die Reisproduktion bietet. Die Queen Victoria Memorial Akademie wurde 1887 gegründet und ist heute als „Sherpur Regierung Victoria Akademie“ bekannt; das Govinda Kumar Friedens-Institut wurde 1919 eingerichtet. Ebenfalls sehr sehenswert ist die Garh Jaripar Festung, die 1486 bis 1491 erbaut wurde. Auch die Gräber von Darvish Jarip Shah, Hazrat Sha Kamal (aus dem Jahr 1644) und Sher Ali Gazi in der Mughal-Moschee bei Kasba werden von Touristen gerne besucht. Desweiteren sind die Residenzen der Zamindare Nay Ani, Pouney Tin Ani und Arai Ani sehr eindrucksvoll.

Gozni Obokash

Gozni Obokash ist ein wunderschöner Park in der Nähe von Sherpur mit dichten Wäldern, hügeliger Landschaft und einigen Seen. Außerdem wurden einige Skulpturen aufgestellt; so zum Beispiel eine beeindruckende, etwa 10m hohe Dinosaurier-Statue aus Zement, eine Meerjungfrau aus weißem Stein und eine draganah-Statue (Drachenstatue). Bei lokalen Reisebüros kann man Touren nach Gozni buchen, wo man auf einer Rundfahrt einiges über die Umgebung erklärt bekommt. Auch zu Pferd ist es  möglich, den Park zu erkunden, und es gibt einen kleinen Wasserfall, wo man baden kann.

Modhutila Eco Park

1995 wurde der wunderschöne, etwa 100 ha große Modhutila Eco Park von der Sherpur-Regierung eingerichtet. Er befindet sich in Nalithabari. Die Landschaft ist hügelig und bietet viele herrliche Orte, die sich für ein ausgedehntes Picknick anbieten. Auch ein Turm (taoyarah) ist vorhanden, von dem aus man eine wunderbare Aussicht auf die Umgebung und auf die Stadt hat, und es gibt ein paar hübsche Brücken zu sehen; auf einem schmalen Kanal kann man eine kurze Bootsfahrt unternehmen. Desweiteren gibt es ein paar Geschäfte, wo man Souvenirs und Leckereien erwerben kann. Lokale Reiseagenturen bieten Touren in dieses herrliche Gebiet an, bei denen Mahlzeiten und die Reise mit einem klimatisierten Minibus meist inklusive sind. Es gibt viele verschiedene Pflanzenarten zu entdecken, zum Beispiel hübsche Schmetterlingsfarne. Rosenbeete, Kräutergärten und verschiedene Baumarten bieten eine wunderbare Kulisse zur Erholung. Außerdem leben in dem Park Rehe, Tiger, Löwen, Affen und viele verschiedene Vogelarten. In dem See findet man außerdem Krokodile und Frösche.

Die Sundurbans

Etwa 300km entfernt befindet sich der bekannte Nationalpark Sundurban („schöner Wald“), der die größten Mangrovenwälder auf der ganzen Welt umfasst. Ein Abschnitt des Parks befindet sich in Bangladesch, der restliche in Indien; Teile davon sind UNESCO-Weltnaturerbe. In dem Gebiet fließen die Flüsse Brahmaputra, Ganges und Meghna; Überschwemmungen kommen hier häufig vor. Oberirdische Wurzelsporne prägen den Untergrund. Der seltene Bengal-Tiger findet in den Sundarbans Unterschlupf. Aber auch der Axishirsch und Wildschweine sind hier zu finden. Im Wald verteilt gibt es mehrere Siedlungen, wo man die ländliche Kultur erleben kann. Die Häuser sind in Bungalow-Architektur errichtet(„bangalo“ auf bengalisch, was „Bengal-Stil“ bedeutet), ein traditioneller Stil in Bangladesch, der auch heute noch in ländlichen Gegenden - wie zum Beispiel den Sundurbans - angewendet wird. Bungalows sind normalerweise recht klein, haben nur ein Stockwerk und eine große Veranda. Sie waren einst aus Holz oder Bambus, heute verwendet man oft dünne Stahlplatten.

Chittagong

Die Großstadt Chittagong liegt etwa 350 km entfernt und ist mit mehr als 6,5 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt von Bangladesch. Sie liegt an der Mündung des Flusses Karnaphuli in die Bucht von Bengalen und hat einen großen bedeutenden Hafen; deshalb wurde sie einst Porto Grande de Bengala, zu anderen Zeiten aber auch Islamabad genannt. Viele Jahrhunderte lang war dies der zentrale Hafen für den Seidenhandel und Händler von Arabien, Persien, China und Südostasien kamen hierher. Bei Touristen beliebt ist beispielsweise der Patenga-Strand, der einige Kilometer außerhalb von Chittagong liegt. Man gelangt auf einer malerischen, von einem Wald gesäumten Straße hierher.  In der Nähe des Strandes befindet sich der beliebte Schmetterlingspark. Auch der Foy-See ist eine Hauptattraktion von Chittagong: Der See ist von Menschenhand gemacht und wurde nach dem englischen Ingenieur Mr. Foy benannt. Daneben befindet sich ein abenteuerlicher Freizeitpark mit allerhand Fahrattraktionen, malerischen Wanderpfaden und spannenden Attraktionen für Jung und Alt. In der Nähe des Parkes liegt der Batali-Hügel, der größte Berg von Chittagong. Ebenfalls sehenswert ist der Bayazid Bostani Schrein, ein von der Bevölkerung als heilig angesehener Ort. Man findet hier ein Grab von Bayazid Bostani, einem persischen Sufi, eine Moschee und einen großen See, in dem man die extrem seltene schwarze Bostami-Schildkröte entdecken kann.  In einem Kulturerbe-Park (oft „Shaheed Zia Gedenkstätte“ oder „Mini Bangladesch“ genannt) werden die wichtigsten Strukturen von Bangladesch dargestellt. Von einem 71 Meter hohen Turm aus, der sich beständig dreht, hat man einen wunderbaren Ausblick auf den Park. Chittagong hat außerdem viele spannende Museen zu bieten.

Dhaka

Die Hauptstadt von Bangladesch, Dhaka, liegt ca. 150 km von Sherpur entfernt. Sie befindet sich am Buriganga-Fluss. Hier leben über 6 Millionen Menschen. Dhaka wird oft auch als Hauptstadt der Fahrradrikschas bezeichnet, weil die Straßen mit dem beliebten lokalen Verkehrsmittel vollgestopft sind. Ein weiterer Name Dhakas ist „Stadt der Moscheen“. Schon im 17. Jahrhundert war Dhaka die Hauptstadt des Mughal-Reiches, außerdem war sie ein bedeutendes weltweites Zentrum für den Musselin-Handel. Dhaka ist eine sehr grüne Stadt: Man findet hier viele schöne Parks, so zum Beispiel den Park Suhrawardy Udyan, Ramna Park, Baldha-Garten und den Nationalen Botanischen Garten. Aber auch mehrere Seen gibt es in der Stadt, beispielsweise den Banani- und Dhanmondisee. Sehenswürdigkeiten sind unter anderem der Dakheshwari Tempel (auf deutsch „Tempel der verborgenen Königin“), die Bait ul-Mokarram Moschee und das Ahsan Manzil („Rosa Palast“). Auch der beeindruckende Bara-Katra-Palast ist einen Besuch wert.

Khulna

Etwa 250 km entfernt befindet sich Khulna; die Stadt liegt an den Ufern der Flüsse Rupsha und Bhairab. Sie enthält einen der ältesten Flusshäfen in ganz Bangladesch. Hier leben mehr als 1 Million Menschen. Sie ist industrielles und kommerzielles Zentrum des Landes und wird daher oft auch „Industrie-Stadt“ genannt. Etwa 19 km außerhalb in Dakkhindihi liegt der bekannte Rabindra-Komplex, einst Wohnsitz von Rabindra Rabindranath Tagore; dieser prägte die bengalische Musik und Literatur im späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts sehr stark. Der Hafen Mongla gehört zu Khulna und ist der zweitwichtigste Hafen Bangladeschs. Außerdem ist Khulna beliebter Ausgangspunkt für einen Besuch der Sundarbans. Khulna bietet desweiteren mehrere Erlebnisparks, so zum Beispiel den Wunderland-Shishu-Park und den Fultola-Zoo. Khulna hat außerdem eine Universität.

JessoreAn

Jessore befindet sich ca. 220 km von Sherpur entfernt; die Stadt liegt ebenfalls am Bhairab und hat ca. 180 000 Einwohner. Sie wurde 1854 gegründet und gehört heute zu der Khulna-Division. In Jessore kann man viele hübsche kleine Moscheen entdecken, außerdem gibt es mehrere andere sehenswerte Gebäude, so beispielsweise die Bücherei des Jessore-Institutes, die öffentlich zugänglich ist. Sie wurde 1851 gegründet – damit ist sie die älteste Bücherei des Landes. Hier werden mehr als 100 000 Bücher, Manuskripte und Zeitschriften aufbewahrt. Das Monument Bijoy’71 soll an all die Soldaten erinnern, die während des Unabhängigkeitskrieges ihr Leben ließen. Auch das Haus, in dem Michael Modhushudhon Dutta lebte, kann man besichtigen. Das Gebäude ist heute ein Museum.

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Zahlen

Landesvorwahl :
BD
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N

Nachbarstädte

  • Rajapur ~4 km
  • Nandigram ~9 km
  • Palli Unnyan Accademy ~13 km
  • Dhunat ~13 km
  • Chandaikona ~14 km
  • Dhangora ~19 km
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Begleiten Sie uns !

Wie kommt man hin ?

Mit dem Flugzeug: Der nächste internationale Flughafen befindet sich in Dhaka (ca. 150 km)

Mit dem Bus: Busse sind ein hervorragendes Mittel, um in Bangladesch von Ort zu Ort zu kommen. So gelangt man beispielsweise von Dhaka aus mit dem Bus nach Sherpur und es gibt regelmäßige Verbindungen zum Gazni Obokash- und Modhutila Eco Park.

Innerhalb der Stadt: Das beliebteste Fortbewegungsmittel sind Rickshas.