Stadt Rodos (South Aegean)

griechenland

Präsentation

Die Stadt Rhodos liegt an der Nordspitze der gleichnamigen griechischen Insel in der Inselgruppe des Dodekanes im südöstlichen ägäischen Meer. Die attraktive Hafenstadt zählt etwa 54.000 Einwohner und hat eine lange Geschichte: Die Altstadt zählt mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist immer noch von einer vier Kilometer langen mittelalterlichen Festungsmauer umgeben. Der Name Rhodos stammt entweder von dem altgriechischen Wort für Rose oder von dem Wort für Granatapfel her; der Sage nach ist die Insel nach der Nymphe Rhodi benannt. Rhodos ist für seine etwa acht Monate lange Sonnensaison bekannt und bietet das ganze Jahr hindurch wohlig warme Temperaturen: Selbst im Januar liegen die Mindestwerte bei 10°C und die Insel genießt etwa 300 Sonnentage im Jahr. Griechenland bezahlt mit dem Euro und das Land liegt in der osteuropäischen Zeitzone EET; die Uhren gehen hier der koordinierten Weltzeit zwei Stunden, der mitteleuropäischen Zeit eine Stunde voraus (UTC+2).

Die stadt Rodos gehört zu der peripherie South Aegean und zu der präfektur Dodecanese.

Die stadt zählt Rodos 53.709 Einwohner (Volkszählung von 2001) hat.
Der lokale Name des Rodos ist Ροδός. Der französische Name der stadt ist Rhodes.
Die Website von Rodos http://www.ypes.gr

Points oder Interessen

Die Altstadt von Rhodos

Die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Altstadt von Rhodos ist auch heute noch von der etwa vier Kilometer langen Stadtmauer aus der Kreuzritterzeit umgeben, die sich bis hinunter zum Hafen erstreckt. Ein Teil der seit 1997 von Grund auf restaurierten Stadtmauer ist ein Stadtgraben in Form von einem riesigen Park, der mit seinen Palmen und dem Rasen zu einem ausgedehnten Spaziergang um die Mauern einlädt. Vier Eingänge führen in das kopfsteingepflasterte Gassengewirr der Altstadt. Besonders imposant ist der Eingang beim Mandráki Hafen in der Nähe der Tourist Information. Das Elefterias-Tor wurde erst 1924 für den Autoverkehr in die Stadtmauer gebrochen und führt direkt auf den Simi-Platz und zur Fußgängerzone. Hier befindet sich auch eine kleine Ausgrabungsstätte mit den Überresten des antiken Aphrodite-Tempels aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., von dem noch einige Säulen und Mauern erhalten sind. In der Altstadt finden sich das Türken-, das Juden- und das Ritterviertel. Besonders das Ritterviertel mit dem Großmeisterpalast, dem Hospital und verschiedenen Herbergen der Kreuzritter des  Johanniterordens, der die Stadt im Jahre 1309 eroberte, bietet einige wunderbare Sehenswürdigkeiten. Versteckte Plätze und Hinterhöfe, malerische Gassen, gemütliche Bars und Restaurants sowie zahlreiche Souvenirgeschäfte laden in der Altstadt zum Verweilen ein. Nähere Informationen und ein Stadtspaziergang in deutscher Sprache finden sich auf www.rhodes.gr

Das Archäologische Museum

Im Neuen Ordenshospital am Museumsplatz, das in den Jahren 1440 bis 1489 erbaut wurde, befindet sich heute das Archäologische Museum von Rhodos Stadt. Der schöne, fast quadratische Innenhof ist von einer zweigeschossigen Loggia umgeben. Über eine Freitreppe gelangt man in den ehemaligen Krankensaal, der mit einer Länge von 51 Metern und einer Deckenhöhe von bis zu siebeneinhalb Metern ein imposantes Bauwerk darstellt. Säulen und Spitzbögen sowie weit oben liegende Fenster und die schräge Holzdecke bieten einen imposanten Anblick und auch die Grabmale einiger Ritter tragen zur einmaligen Atmosphäre bei. Durch einen Durchgang erreicht man die ehemalige Küche und das Refektorium des Hospitals. Hier beginnt die archäologische Ausstellungmit antiken Kunstwerken aus hellenistischer Zeit. Insbesondere eine kauernde Aphrodite, die Grabstele von Timarista und Krito aus dem 5. Jahrhundert  v. Chr. und der Kopf des Sonnengottes Helios aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. gelten als Highlights des Museums. Vom Ordenshospital führt die kopfsteingepflasterte Ritterstraße (Odós Ippotón) weiter durch die mittelalterliche Altstadt und hinauf zum Großmeisterpalast.

Archäologisches Museum, Ordenshospital, Plateia Mouseiou (Museumsplatz), 85100 Rhodos
Website: http://odysseus.culture.gr
E-Mail: kbepka@culture.gr
Telefon: +30 22410 27657
Öffnungszeiten: In den Wintermonaten Dienstag bis Samstag 8:30 bis 15 Uhr; im Sommer Dienstag bis Samstag 8 bis 19:30 Uhr, Montag 9 bis 15:30 Uhr
Eintritt: 6 Euro

Der Großmeisterpalast und das Museum von Rhodos

Der Großmeisterpalast wurde im 14. Jahrhundert für den Großmeister des Johanniterordens als Residenz auf Rhodos errichtet. Unter osmanischer Herrschaft diente das Gebäude später als Gefängnis und als Pulvermagazin. Im Jahre 1856 wurde es durch eine Munitionsexplosion schwer beschädigt und erst unter italienischer Herrschaft im 20. Jahrhundert wieder aufgebaut – geplant war eine Nutzung als Urlaubsresidenz für Mussolini oder den italienischen König. Das imposante Hauptportal ist noch im Original erhalten. Im historischen Museum befindet sich eine interessante Ausstellung mit Mosaikfußböden von der Insel Kos; hier gelten vor allem das Haupt der Medusa, die Darstellung der neun Musen und das Abbild einer Nymphe, die auf einem Seepferd reitet, als sehenswert. Die beiden Ausstellungen zur etwa 2400-jährigen Geschichte der Insel Rhodos befinden sich im Erdgeschoss und sind zusammen mit den sieben Räumen mit Fundstücken aus frühchristlicher Zeit und bis hin zur Zeit der osmanischen Herrschaft ebenfalls eine Besichtigung wert. Hier finden sich auch Ausstellungsgegenstände aus dem täglichen Leben der Insel sowie eine Waffensammlung. In einem anderen Teil des Gebäudes wird eine Ausstellung zur griechischen Antike gezeigt. In dieser Abteilung finden sich Mosaike aus Rhodos, ein Raum mit einer Darstellung des Sonnengottes Helios und ein Themenraum zur Entwicklung der rhodischen Amphoren.

Website: www.culture.gr

Die Akropolis von Rhodos

Auf dem Monte Smith, einem langgestreckten Hügelrücken an der Westküste der Stadt, der sich etwa drei Kilometer außerhalb des Zentrums befindet, liegt die Akropolis von Rhodos. Hier wurden bei Ausgrabungen in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts einige Überreste aus dem 3. bis 2. Jahrhundert v. Chr. durch italienische Archäologen ausgegraben. Ebenso wie beim Großmeisterpalast wurden hier große Teile der Bausubstanz von den Italienern wieder rekonstruiert: So sind heute einige Säulen des Apollotempels sowie ein Theater und ein Stadion zu besichtigen. Besonders in den Abendstunden zur Zeit des Sonnenuntergangs bietet sich ein schöner Blick entlang der Westküste der Insel. Verschiedene archäologische Wege führen durch das frei zugängliche Gelände und versprechen Einblicke in die Welt der Antike. Das Stadion des Diagoras beeindruckt mit einer Länge von etwa 200 Metern und einer Breite von 35 Metern und lädt auf seinen Sitzreihen zu einer Pause ein. Daneben liegt das Amphitheater, in dem auch heute wieder wie in der Antike in den Sommermonaten Freiluftkonzerte und -veranstaltungen stattfinden. Die Säulen des Apollo-Tempels befinden sich hoch auf dem Hügel und weiter nördlich finden sich die Ruinen der Tempel von Athena und Apollo. Monte Smith, Rhodos Anreise zu Fuß oder mit dem Bus der Linie 5 (Fahrpreis 1 Euro)

Die Gotteshäuser von Rhodos Stadt

Im Laufe der langen und abwechslungsreichen Geschichte der Stadt Rhodos sind auch zahlreiche neuere Gotteshäuser entstanden, die eine Besichtigung lohnen. An der Platia Mousseion liegt die Marienkirche Panagía tou Kástrou aus dem 12. Jahrhundert. In ihr ist das byzantinische Museum untergebracht und im Inneren finden sich einige Wandmalereien aus verschiedenen anderen Kirchen der Insel. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 8:30 bis 14:30 geöffnet. In der Haupteinkaufsgasse der Altstadt, der Odós Sokratoús, mit ihren Schmuck- und Ledergeschäften liegt auch die frisch restaurierte Süleyman Moschee aus dem Jahre 1808 mit ihrem neu erbauten Minarett. In der gegenüberliegenden türkischen Bibliothek werden alte Handschriften und Bücher erhalten. Die Agha Moschee liegt ebenfalls in der Sokrates Straße und stammt aus dem Jahre 1820. Direkt neben der Agha Moschee liegt die malerische Gasse Odós Agíou Fanouríou mit ihren Torbögen. Hier liegt die Kirche von Ágios Fanoúrios, die als die wohl älteste Kirche der Stadt gilt. Sie soll in Teilen aus dem 9. Jahrhundert  stammen und bietet einige Fresken aus dem 13., dem 14. und dem 15. Jahrhundert zu besichtigen. Die Kirche ist tagsüber frei zugänglich. An ihrer Ostseite liegt der Platia Doriéos, an dem die Redjep Pascha Moschee liegt. Auch die Ruine der gotischen Kirche Panagia tou Bourgoú neben dem St. Katharinen Hospiz ist einen Abstecher wert.

Der Rodini Park

Der Rodini Park gilt als die grüne Lunge der Stadt Rhodos und ist unter den Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel. Der Park liegt in einem tief eingeschnittenen Tal etwa drei Kilometer südlich des Stadtzentrums und gilt als der Ort, an dem die sich in der Antike die berühmte rhodische Schule der Rhetorik befand und ist somit vermutlich der erste Landschaftspark der Welt. Heute spazieren hier Pfauen, in einem Gehege findet man die Wappentiere der Insel, Hirsch und Hirschkuh, sowie einige kretische Wildziegen und ein kleiner Bach mit Wasserfällen und kleinen aufgestauten Teichen bietet einen romantischen Anblick zwischen den Oleander, Platanen, Pinien und Zypressen. Der Rodini Park liegt direkt an der Straße nach Lindos

Das Grab des Ptolemäers

Direkt oberhalb des Rodini Tals liegen auf einer Hochebene, einem Ausläufer des Monte Smith, einige Felsengräber, die vom Rodini Park aus zu Fuß zu erreichen sind. Das sogenannte Ptolemäergrab stammt aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Allerdings ist bis heute unklar, wer in diesem eindrucksvollen Felsengrab wirklich seine letzte Ruhestätte fand – ein ägyptischer Herrscher war es wohl nicht, denn der Name gilt mittlerweile als Erfindung der ersten Griechenland-Reisenden des 19. Jahrhunderts. Der bewachsene Grabhügel mit den Säulen und den leider abgesperrten Grabkammern bietet aber dennoch einen sehenswerten Anblick. Im Inneren befinden sich ein langer und schmaler Hauptraum sowie eine kleine Vorhalle. An der Ausfallstraße nach Lindos

Die Thermen von Kallithéa

Die Thermen von Kallithéa wurden von den Italienern in den 1920er Jahren angelegt und erfreuten sich nach ihrem Bau großer Beliebtheit als Kureinrichtung. Im Jahre 2007 wurden sie aufwändig restauriert und erstrahlen heute wieder in ihrer ganz eigenen Mischung aus fantastischer Orientalistik und Art-Déco. Wie in einem Märchen aus 1001 Nacht liegt hier das kreisrunde Brunnenhaus mit dem Wasser aus sechs verschiedenen Quellen. Eine kleine Bucht mit Palmen und glasklarem Wasser lädt zum Baden und Entspannen ein.

Kallithea Therme, Kallithea, 85100 Rhodos
Website: www.kallitheasprings.gr
E-Mail: +30 22410 65691
Öffnungszeiten: täglich ab 8 Uhr
Eintritt: 3 Euro, ab 20 Uhr freier Eintritt

Der Faliraki Wasserpark

Für ein ganz anderes feuchtes Vergnügen findet sich an der Küstenstraße von Faliraki nach Kallithéa der Faliraki Wasserpark. Vor allem bei einem Urlaub mit Kindern ist ein Besuch des Parks, der zu den größten Spaßbädern Europas zählt, sicherlich ein Muss. Durch seine Hanglage kann der Wasserpark mit besonders langen und schnellen Wasserrutschen aufwarten. Kostenlose Transferbusse verbinden den Park mit Rhodos Stadt und anderen Urlaubsorten.

Faliraki Water Park, Faliraki, 85100 Rhodos
Website: www.water-park.gr
E-Mail: info@water-park.gr
Telefon: +30 22410 84403
Öffnungszeiten: Mai, September und Oktober 9:30 bis 18 Uhr; Juni, Juli und August 9:30 bis 19 Uhr
Eintritt: Kinder 15 Euro, Erwachsene 22 Euro, Kinder unter 3 Jahren frei

Redakteur :

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Zahlen

Landesvorwahl :
GR
Postleitzahl :
851-00
Breite :
36.44324
Länge :
28.22701
Zeitzone :
Europe/Athens
Zeitzonenbezeichner :
UTC+2
Sommerzeit :
Y

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Wie kommt man hin ?

Die Anreise nach Rhodos erfolgt im Allgemeinen über den internationalen Flughafen von Rhodos Diagoras (www.rhodes-airport.org), der etwa 15 Kilometer westlich der Stadt liegt. In den Wintermonaten wird dieser allerdings nur von Inlandsflügen bedient und bietet Verbindungen nach Athen, Thessaloniki, Heraklion und Mykonos. In den Sommermonaten – etwa ab Ostern – wird der Flughafen auch von zahlreichen Linien- und Charterflügen aus dem europäischen Ausland und dem Mittleren Osten angeflogen. Taxiunternehmen wie zum Beispiel www.rhodes-transfer.com bieten Transfers zur Unterkunft in Rhodos Stadt oder in anderen Urlaubsorten der Insel: In den Sommermonaten ist es von Vorteil, ein Taxi im Voraus zu buchen, da es am Taxistand zu langen Wartezeiten kommen kann. In der Ankunftshalle des Flughafens finden sich außerdem die üblichen größeren Autovermieter. Regelmäßige Busse verbinden den Flughafen zwischen 6:30 Uhr und 23:00 etwa zweimal in der Stunde mit Rhodos Stadt. Busfahrpläne für Rhodos finden sich auf www.ktelrodou.gr.
Mit dem Schiff kann man Rhodos von Athen aus ebenfalls erreichen. www.bluestarferries.gr bietet Fährverbindungen von Piräus auf verschiedenen Routen über zum Beispiel Kos, Santorini, Kalymnos, Leros oder Patmos an. In Rhodos Stadt selbst kommt man gut zu Fuß zurecht und auch die Ausflüge in die nähere Umgebung lassen sich gut ohne Mietwagen planen. Für eine Tagestour an die einsameren Strände der Südküste oder eine Inselrundtour – die Insel ist gut in zwei Tagen zu umfahren – bietet sich aber ein Mietwagen an.

Transport von Rodos

Internationaler Flughafen
Rhodes Diagoras ~13 km
Anderen Verkehrsmitteln
Maritsa ~13 km

Stadt Rodos (South Aegean)

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Die Stadt Rhodos liegt an der Nordspitze der gleichnamigen griechischen Insel in der Inselgruppe des Dodekanes im südöstlichen ägäischen Meer. Die attraktive Hafenstadt zählt etwa 54.000 Einwohner und hat eine lange Geschichte: Die Altstadt zählt mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist immer noch von einer vier Kilometer langen mittelalterlichen Festungsmauer umgeben. Der Name Rhodos stammt entweder von dem altgriechischen Wort für Rose oder von dem Wort für Granatapfel her; der Sage nach ist die Insel nach der Nymphe Rhodi benannt. Rhodos ist für seine etwa acht Monate lange Sonnensaison bekannt und bietet das ganze Jahr hindurch wohlig warme Temperaturen: Selbst im Januar liegen die Mindestwerte bei 10°C und die Insel genießt etwa 300 Sonnentage im Jahr. Griechenland bezahlt mit dem Euro und das Land liegt in der osteuropäischen Zeitzone EET; die Uhren gehen hier der koordinierten Weltzeit zwei Stunden, der mitteleuropäischen Zeit eine Stunde voraus (UTC+2).

Die stadt Rodos gehört zu der peripherie South Aegean und zu der präfektur Dodecanese.

Die stadt zählt Rodos 53.709 Einwohner (Volkszählung von 2001) hat.
Der lokale Name des Rodos ist Ροδός. Der französische Name der stadt ist Rhodes.
Die Website von Rodos http://www.ypes.gr

Points oder Interessen

Die Altstadt von Rhodos

Die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Altstadt von Rhodos ist auch heute noch von der etwa vier Kilometer langen Stadtmauer aus der Kreuzritterzeit umgeben, die sich bis hinunter zum Hafen erstreckt. Ein Teil der seit 1997 von Grund auf restaurierten Stadtmauer ist ein Stadtgraben in Form von einem riesigen Park, der mit seinen Palmen und dem Rasen zu einem ausgedehnten Spaziergang um die Mauern einlädt. Vier Eingänge führen in das kopfsteingepflasterte Gassengewirr der Altstadt. Besonders imposant ist der Eingang beim Mandráki Hafen in der Nähe der Tourist Information. Das Elefterias-Tor wurde erst 1924 für den Autoverkehr in die Stadtmauer gebrochen und führt direkt auf den Simi-Platz und zur Fußgängerzone. Hier befindet sich auch eine kleine Ausgrabungsstätte mit den Überresten des antiken Aphrodite-Tempels aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., von dem noch einige Säulen und Mauern erhalten sind. In der Altstadt finden sich das Türken-, das Juden- und das Ritterviertel. Besonders das Ritterviertel mit dem Großmeisterpalast, dem Hospital und verschiedenen Herbergen der Kreuzritter des  Johanniterordens, der die Stadt im Jahre 1309 eroberte, bietet einige wunderbare Sehenswürdigkeiten. Versteckte Plätze und Hinterhöfe, malerische Gassen, gemütliche Bars und Restaurants sowie zahlreiche Souvenirgeschäfte laden in der Altstadt zum Verweilen ein. Nähere Informationen und ein Stadtspaziergang in deutscher Sprache finden sich auf www.rhodes.gr

Das Archäologische Museum

Im Neuen Ordenshospital am Museumsplatz, das in den Jahren 1440 bis 1489 erbaut wurde, befindet sich heute das Archäologische Museum von Rhodos Stadt. Der schöne, fast quadratische Innenhof ist von einer zweigeschossigen Loggia umgeben. Über eine Freitreppe gelangt man in den ehemaligen Krankensaal, der mit einer Länge von 51 Metern und einer Deckenhöhe von bis zu siebeneinhalb Metern ein imposantes Bauwerk darstellt. Säulen und Spitzbögen sowie weit oben liegende Fenster und die schräge Holzdecke bieten einen imposanten Anblick und auch die Grabmale einiger Ritter tragen zur einmaligen Atmosphäre bei. Durch einen Durchgang erreicht man die ehemalige Küche und das Refektorium des Hospitals. Hier beginnt die archäologische Ausstellungmit antiken Kunstwerken aus hellenistischer Zeit. Insbesondere eine kauernde Aphrodite, die Grabstele von Timarista und Krito aus dem 5. Jahrhundert  v. Chr. und der Kopf des Sonnengottes Helios aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. gelten als Highlights des Museums. Vom Ordenshospital führt die kopfsteingepflasterte Ritterstraße (Odós Ippotón) weiter durch die mittelalterliche Altstadt und hinauf zum Großmeisterpalast.

Archäologisches Museum, Ordenshospital, Plateia Mouseiou (Museumsplatz), 85100 Rhodos
Website: http://odysseus.culture.gr
E-Mail: kbepka@culture.gr
Telefon: +30 22410 27657
Öffnungszeiten: In den Wintermonaten Dienstag bis Samstag 8:30 bis 15 Uhr; im Sommer Dienstag bis Samstag 8 bis 19:30 Uhr, Montag 9 bis 15:30 Uhr
Eintritt: 6 Euro

Der Großmeisterpalast und das Museum von Rhodos

Der Großmeisterpalast wurde im 14. Jahrhundert für den Großmeister des Johanniterordens als Residenz auf Rhodos errichtet. Unter osmanischer Herrschaft diente das Gebäude später als Gefängnis und als Pulvermagazin. Im Jahre 1856 wurde es durch eine Munitionsexplosion schwer beschädigt und erst unter italienischer Herrschaft im 20. Jahrhundert wieder aufgebaut – geplant war eine Nutzung als Urlaubsresidenz für Mussolini oder den italienischen König. Das imposante Hauptportal ist noch im Original erhalten. Im historischen Museum befindet sich eine interessante Ausstellung mit Mosaikfußböden von der Insel Kos; hier gelten vor allem das Haupt der Medusa, die Darstellung der neun Musen und das Abbild einer Nymphe, die auf einem Seepferd reitet, als sehenswert. Die beiden Ausstellungen zur etwa 2400-jährigen Geschichte der Insel Rhodos befinden sich im Erdgeschoss und sind zusammen mit den sieben Räumen mit Fundstücken aus frühchristlicher Zeit und bis hin zur Zeit der osmanischen Herrschaft ebenfalls eine Besichtigung wert. Hier finden sich auch Ausstellungsgegenstände aus dem täglichen Leben der Insel sowie eine Waffensammlung. In einem anderen Teil des Gebäudes wird eine Ausstellung zur griechischen Antike gezeigt. In dieser Abteilung finden sich Mosaike aus Rhodos, ein Raum mit einer Darstellung des Sonnengottes Helios und ein Themenraum zur Entwicklung der rhodischen Amphoren.

Website: www.culture.gr

Die Akropolis von Rhodos

Auf dem Monte Smith, einem langgestreckten Hügelrücken an der Westküste der Stadt, der sich etwa drei Kilometer außerhalb des Zentrums befindet, liegt die Akropolis von Rhodos. Hier wurden bei Ausgrabungen in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts einige Überreste aus dem 3. bis 2. Jahrhundert v. Chr. durch italienische Archäologen ausgegraben. Ebenso wie beim Großmeisterpalast wurden hier große Teile der Bausubstanz von den Italienern wieder rekonstruiert: So sind heute einige Säulen des Apollotempels sowie ein Theater und ein Stadion zu besichtigen. Besonders in den Abendstunden zur Zeit des Sonnenuntergangs bietet sich ein schöner Blick entlang der Westküste der Insel. Verschiedene archäologische Wege führen durch das frei zugängliche Gelände und versprechen Einblicke in die Welt der Antike. Das Stadion des Diagoras beeindruckt mit einer Länge von etwa 200 Metern und einer Breite von 35 Metern und lädt auf seinen Sitzreihen zu einer Pause ein. Daneben liegt das Amphitheater, in dem auch heute wieder wie in der Antike in den Sommermonaten Freiluftkonzerte und -veranstaltungen stattfinden. Die Säulen des Apollo-Tempels befinden sich hoch auf dem Hügel und weiter nördlich finden sich die Ruinen der Tempel von Athena und Apollo. Monte Smith, Rhodos Anreise zu Fuß oder mit dem Bus der Linie 5 (Fahrpreis 1 Euro)

Die Gotteshäuser von Rhodos Stadt

Im Laufe der langen und abwechslungsreichen Geschichte der Stadt Rhodos sind auch zahlreiche neuere Gotteshäuser entstanden, die eine Besichtigung lohnen. An der Platia Mousseion liegt die Marienkirche Panagía tou Kástrou aus dem 12. Jahrhundert. In ihr ist das byzantinische Museum untergebracht und im Inneren finden sich einige Wandmalereien aus verschiedenen anderen Kirchen der Insel. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 8:30 bis 14:30 geöffnet. In der Haupteinkaufsgasse der Altstadt, der Odós Sokratoús, mit ihren Schmuck- und Ledergeschäften liegt auch die frisch restaurierte Süleyman Moschee aus dem Jahre 1808 mit ihrem neu erbauten Minarett. In der gegenüberliegenden türkischen Bibliothek werden alte Handschriften und Bücher erhalten. Die Agha Moschee liegt ebenfalls in der Sokrates Straße und stammt aus dem Jahre 1820. Direkt neben der Agha Moschee liegt die malerische Gasse Odós Agíou Fanouríou mit ihren Torbögen. Hier liegt die Kirche von Ágios Fanoúrios, die als die wohl älteste Kirche der Stadt gilt. Sie soll in Teilen aus dem 9. Jahrhundert  stammen und bietet einige Fresken aus dem 13., dem 14. und dem 15. Jahrhundert zu besichtigen. Die Kirche ist tagsüber frei zugänglich. An ihrer Ostseite liegt der Platia Doriéos, an dem die Redjep Pascha Moschee liegt. Auch die Ruine der gotischen Kirche Panagia tou Bourgoú neben dem St. Katharinen Hospiz ist einen Abstecher wert.

Der Rodini Park

Der Rodini Park gilt als die grüne Lunge der Stadt Rhodos und ist unter den Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel. Der Park liegt in einem tief eingeschnittenen Tal etwa drei Kilometer südlich des Stadtzentrums und gilt als der Ort, an dem die sich in der Antike die berühmte rhodische Schule der Rhetorik befand und ist somit vermutlich der erste Landschaftspark der Welt. Heute spazieren hier Pfauen, in einem Gehege findet man die Wappentiere der Insel, Hirsch und Hirschkuh, sowie einige kretische Wildziegen und ein kleiner Bach mit Wasserfällen und kleinen aufgestauten Teichen bietet einen romantischen Anblick zwischen den Oleander, Platanen, Pinien und Zypressen. Der Rodini Park liegt direkt an der Straße nach Lindos

Das Grab des Ptolemäers

Direkt oberhalb des Rodini Tals liegen auf einer Hochebene, einem Ausläufer des Monte Smith, einige Felsengräber, die vom Rodini Park aus zu Fuß zu erreichen sind. Das sogenannte Ptolemäergrab stammt aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Allerdings ist bis heute unklar, wer in diesem eindrucksvollen Felsengrab wirklich seine letzte Ruhestätte fand – ein ägyptischer Herrscher war es wohl nicht, denn der Name gilt mittlerweile als Erfindung der ersten Griechenland-Reisenden des 19. Jahrhunderts. Der bewachsene Grabhügel mit den Säulen und den leider abgesperrten Grabkammern bietet aber dennoch einen sehenswerten Anblick. Im Inneren befinden sich ein langer und schmaler Hauptraum sowie eine kleine Vorhalle. An der Ausfallstraße nach Lindos

Die Thermen von Kallithéa

Die Thermen von Kallithéa wurden von den Italienern in den 1920er Jahren angelegt und erfreuten sich nach ihrem Bau großer Beliebtheit als Kureinrichtung. Im Jahre 2007 wurden sie aufwändig restauriert und erstrahlen heute wieder in ihrer ganz eigenen Mischung aus fantastischer Orientalistik und Art-Déco. Wie in einem Märchen aus 1001 Nacht liegt hier das kreisrunde Brunnenhaus mit dem Wasser aus sechs verschiedenen Quellen. Eine kleine Bucht mit Palmen und glasklarem Wasser lädt zum Baden und Entspannen ein.

Kallithea Therme, Kallithea, 85100 Rhodos
Website: www.kallitheasprings.gr
E-Mail: +30 22410 65691
Öffnungszeiten: täglich ab 8 Uhr
Eintritt: 3 Euro, ab 20 Uhr freier Eintritt

Der Faliraki Wasserpark

Für ein ganz anderes feuchtes Vergnügen findet sich an der Küstenstraße von Faliraki nach Kallithéa der Faliraki Wasserpark. Vor allem bei einem Urlaub mit Kindern ist ein Besuch des Parks, der zu den größten Spaßbädern Europas zählt, sicherlich ein Muss. Durch seine Hanglage kann der Wasserpark mit besonders langen und schnellen Wasserrutschen aufwarten. Kostenlose Transferbusse verbinden den Park mit Rhodos Stadt und anderen Urlaubsorten.

Faliraki Water Park, Faliraki, 85100 Rhodos
Website: www.water-park.gr
E-Mail: info@water-park.gr
Telefon: +30 22410 84403
Öffnungszeiten: Mai, September und Oktober 9:30 bis 18 Uhr; Juni, Juli und August 9:30 bis 19 Uhr
Eintritt: Kinder 15 Euro, Erwachsene 22 Euro, Kinder unter 3 Jahren frei

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851-00
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36.44324
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Zeitzone :
Europe/Athens
Zeitzonenbezeichner :
UTC+2
Sommerzeit :
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Wie kommt man hin ?

Die Anreise nach Rhodos erfolgt im Allgemeinen über den internationalen Flughafen von Rhodos Diagoras (www.rhodes-airport.org), der etwa 15 Kilometer westlich der Stadt liegt. In den Wintermonaten wird dieser allerdings nur von Inlandsflügen bedient und bietet Verbindungen nach Athen, Thessaloniki, Heraklion und Mykonos. In den Sommermonaten – etwa ab Ostern – wird der Flughafen auch von zahlreichen Linien- und Charterflügen aus dem europäischen Ausland und dem Mittleren Osten angeflogen. Taxiunternehmen wie zum Beispiel www.rhodes-transfer.com bieten Transfers zur Unterkunft in Rhodos Stadt oder in anderen Urlaubsorten der Insel: In den Sommermonaten ist es von Vorteil, ein Taxi im Voraus zu buchen, da es am Taxistand zu langen Wartezeiten kommen kann. In der Ankunftshalle des Flughafens finden sich außerdem die üblichen größeren Autovermieter. Regelmäßige Busse verbinden den Flughafen zwischen 6:30 Uhr und 23:00 etwa zweimal in der Stunde mit Rhodos Stadt. Busfahrpläne für Rhodos finden sich auf www.ktelrodou.gr.
Mit dem Schiff kann man Rhodos von Athen aus ebenfalls erreichen. www.bluestarferries.gr bietet Fährverbindungen von Piräus auf verschiedenen Routen über zum Beispiel Kos, Santorini, Kalymnos, Leros oder Patmos an. In Rhodos Stadt selbst kommt man gut zu Fuß zurecht und auch die Ausflüge in die nähere Umgebung lassen sich gut ohne Mietwagen planen. Für eine Tagestour an die einsameren Strände der Südküste oder eine Inselrundtour – die Insel ist gut in zwei Tagen zu umfahren – bietet sich aber ein Mietwagen an.

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