Stadt Poznań (Wielkopolskie)

polen

Präsentation

Im Schatten der großen drei Städte, welche als Zentren des Tourismus in Polen dienen, namentlich Gdansk (Danzig), Wroclaw (Breslau) und Krakow (Krakau), führt Poznan für Polenreisende ein oftmals wenig beachtetes Nischendasein. Ebenso wenig wird die Stadt, die immerhin Kandidat zur Ernennung der Kulturhauptstadt Europas für das Jahr 2016 war, mit Industrie und Handel assoziiert, da hier vordergründlich die größeren Orte Warschau und Lodz in der öffentlichen Wahrnehmung präsent sind.
Trotzdem, oder gerade deshalb, ist die größte Stadt der Provinz Westpolen (Wielkopolska) definitiv eine Reise wert. Gerade Reisende, welche es lieber etwas behaglicher und authentischer mögen und die erwähnten großen drei Städte des polnischen Tourismus aufgrund der Menschenmassen, des gerade in Krakow stets wahrnehmbaren Touristennepp und des an westliche Regionen Europas angepassten Preisniveaus lieber meiden, dürften sich in Poznan durchaus wohlfühlen und die Vorzüge des Städtetourismus in Polen kennen lernen.

Die stadt Poznań gehört zu der provinz Wielkopolskie und zu der nachbarschaft Poznań.

Die stadt zählt Poznań erstreckt sich über 261,3 km² und zälht 552.735 Einwohner (Volkszählung von 2010) für eine Dichte von 2.115,33 Einwohner pro km². Die Mindesthöhe ist 60 m, die maximale Höhe ist 157 m.
Die Bürgermeister der stadt Poznań ist Ryszard Grobelny.
Der französische Name der stadt ist Poznań, der englische Name der stadt ist Greater Poland.
Die Website von Poznań http://www.poznan.pl

Points oder Interessen

Die Altstadt

Obgleich vom Poznaner Hauptbahnhof ein etwas längerer Fußmarsch oder eine kurze Fahrt mit dem durchaus effizienten Straßenbahnnetz zu absolvieren ist, wird die Altstadt in den meisten Fällen der erste Anlaufpunkt für Reisende sein. Dies ist keinesfalls nur eine obligatorische Stippvisite, vielmehr bietet der Hauptplatz (Stary Rynek in polnischer Sprache), einen wunderschönen Blickfang, der für einen Augenblick vergessen lässt, dass auch Poznan erheblichen Zerstörungen der Bausubstanz durch den zweiten Weltkrieg und einer staatssozialistisch geprägten Restaurierung  ausgesetzt war.
Der Zugang zum Hauptplatz ist eine klassische Einkaufsstraße/Fußgängerzone westeuropäischer Prägung, die sich  mit einem großen und relativ modernen Einkaufszentrum, den Filialen zahlreicher internationaler Ketten und Imbissbuden aus dem orientalischen Raum nur kaum vom europäischen Mainstream absetzen kann und höchstens aufgrund der strategischen Lage in der Nähe einiger Budgetunterkünfte als Besuchsziel Rechtfertigung erhalten.
Dennoch lässt es sich keinesfalls als Zeitverschwendung verbuchen sich zumindest in der näheren Umgebung aufzuhalten, um ein wenig von dem Charakter der Stadt mitzuerleben. Straßencafes, Straßenkunst und auch Straßenmusiker zeugen von dem Leben das sich hier abspielt, dem preisbewussten Reisenden seien außerdem die so genannten „Milchbars“ ans Herz gelegt, die sich hier zahlreich finden lassen. Diese Milchbars sind ein Relikt aus sozialistischen Tagen und im Prinzip trotz des irreführenden Namens eine nicht ausschließlich auf Milchprodukte fixierte Kantinen mit überaus fairen Preisen. Doch nicht nur finanziell, auch atmosphärisch und von der Qualität der angebotenen Speisen stellen die Milchbars eine mehr als adäquate Alternative zu den bekannten internationalen Fast Food Ketten dar. Nicht außer Acht zu lassen ist dabei auch die Tatsache, dass sich hier traditionelle polnische Delikatessen wie Pierogi (gefüllte Teigtaschen) finden lassen, ein Genuss der bei keinem Besuch in Polen außen vor gelassen werden sollte.

Stary Rynek

Der bereits angedeutete Hauptplatz braucht sich vom Gesamteindruck keinesfalls hinter den Altstädten der beliebtesten Touristenzentren Polens verstecken und muss darüber auch hinaus auch den gesamteuropäischen Vergleich nicht scheuen.
Historisch bedeutsam als Zentrum des mittelalterlichen Poznans und auch als Austragungsort der jüngeren Vergangenheit des 20.Jahrhunderts, als sich der großpolnische Aufstand in Poznan vollzog und sich die polnische Bevölkerung der Stadt erfolgreich von der Einflussnahme des Deutschen Reichs löste und zur Republik Polens zugehörig erkannt wurde, lebt der Platz allerdings nicht nur von seinem imposanten Erbe, sondern vor allem von der wunderschönen Architektur. Spätestens hier werden die Vorzüge Poznans gegenüber beispielsweise Krakau mehr als deutlich. Ein Kaffee in einer Bar in unmittelbarer Umgebung zum Hauptplatz  ist preislich immer noch erschwinglich und die nicht vorhandenen Touristenmassen erlauben einen unverfälschten Blick und einen gemütlichen Spaziergang. Da dies insbesondere auch für die klimatisch angenehmen Sommermonate gilt, wird einem jeden die wahre Quintessenz des Reisens bewusst. Entspannen, das Szenario genießen, die Leute beobachten und dem Alltagsstress entfliehen. Dass dies immer noch auch in einem schönen städtischen und mittelalterlichen Ambiente möglich ist, zählt zweifelsfrei zu den größten Vorzügen der 500 000 Einwohner Stadt. Langsam, aber zielsicher, werden sich die Verantwortlichen der Stadt des touristischen Potentials bewusst und eine Infrastruktur rund um den Platz entsteht, so dass auch der Erwerb von Erinnerungsstücken keine Schwierigkeit darstellt.

Rathaus

Der zentrale Blickfang des Hauptplatzes ist typischerweise das Rathaus, so dass sich um es herum auch diverse Souvenirshops angesiedelt haben, die aber relativ dezent auftreten und keinen negativen Einfluss auf den Gesamteindruck ausüben.
Das Rathaus wurde im 14. Jahrhundert als klassischer Bau im gotischen Stil erbaut, später allerdings im bautechnischen Stil der Renaissance wieder errichtet. Der Architekt Giovanni Battista die Quadro kam zwar nicht direkt aus Italien, aber mit Lugano im Schweizer Tessin zumindest aus dem unmittelbaren kulturellen Einflussbereich Italiens, so dass ein beinahe schon südländisches Flair mitten im Westen Polens hervorgerufen wird.  Ist der Betrachter erst einmal vom Gefühl her zurück aus den Gefilden südlich der Alpen, bietet es sich an sich direkt im Rathaus weiterhin mit der Geschichte Poznans und Polens vertraut zu machen. In den Katakomben des Gebäudes befindet sich das historische Museum der Stadt Poznan. Diverse Ausstellungen verdeutlichen die Entwicklung der Stadt in ihrer wechselhaften Geschichte unter der Zugehörigkeit zu verschiedenen Staaten und den schicksalsträchtigen Teilungen Polens vom 10. Jahrhundert bis zum heutigen Tage, in dem sich Poznan als EM-Gastgeberstadt 2012 und Kulturhauptstadtskandidat als prosperierende Stadt präsentiert.
Die Öffnungszeiten des Museums sind Montags, Dienstags und Freitags zwischen 10 und 16 Uhr, Mittwochs zwischen 12 und 18 Uhr, sowie Sonntags zwischen 10 und 15 Uhr. Für den Eintritt sind 6 polnische Zloty, also in etwa 1,50 Euro zu entrichten.

Das Königsschloss

Obgleich das prächtige Bauwerk Königsschloss heißt, wurde es von einem Herzog errichtet, genau gesagt von Herzog Przemysl, dessen Sohn König Przemysl das Schloss allerdings im Jahr 1290 neu erbauen ließ. Von dem ursprünglichen Bau blieb dabei im Prinzip vom originalen Fundament nichts übrig. Zentraler Anziehungspunkt für die Touristen heutzutage ist allerdings der verhältnismäßig neue Teil des Gebäudes, welcher in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden ist. Hier befindet sich das Poznaner Museum für angewandte Kunst und insbesondere glänzt das Gebäude durch einen prächtigen Ausblick über die bereits beschriebene Altstadt.
Historisch berühmt ist das Königsschloss für die erste preußische Huldigung im Jahr 1492, wenngleich das hiermit oft assoziierte berühmte Gemälde des polnischen Künstlers Jan Matejko, die zweite preußische Huldigung künstlerisch darstellt.
Darüber hinaus ist der Hügel auf dem sich das Schloss befindet, auch ein symbolträchtiger Ort für das polnische Geschichts- und Nationalbewusstsein. Die erste polnische Dynastie, die Piasts erklärten ihr Symbol, den weißen Adler, hier zum nationalen Wappen und Symbol für Polen, was er auch noch bis zum heutigen Tage ist.

Tumski

Es ist keinesfalls als hierarchische Abstufung zu verstehen, dass die Kathedraleninsel Tumski in dieser Auflistung der Sehenswürdigkeiten in Poznan weiter unten auf der Liste zu finden ist, handelt es sich trotz der zahlreichen anderen Höhepunkte der Stadt hier doch um den wahrscheinlich geschichtsträchtigsten Ort. Der Volksmund besagt, dass hier die Gründung Poznans vollzogen wurde. Es heißt dass sich die drei Brüder Lech (der Bezug ist auch anhand des berühmten lokalen Fußballvereins Lech Poznan zu erkennen), Czech und Rus nach Jahren, in denen sie einander nicht sahen, an diesem Ort wiedertrafen und die Stadt gründeten. Hieraus lässt sich auch der Name der Stadt erklären, „Poznan“ entspringt dem polnischen Wort „poznac“, was auf übersetzt „sich treffen“ bedeutet.  Ebenso wurde hier der christliche Baptismus in Polen eingeführt und auch die erste Kirche auf polnischem Boden gebaut. Die St. Peter und Paul Kathedrale entsteht im Jahr 968 und existiert an Ort und Stelle auch heute noch. Eine Besichtigung ist problemlos möglich, täglich zwischen 8 und 16 Uhr, wobei der Zugang zu den Zeiten eingeschränkt ist, an denen christliche Zeremonien wie Gottesdienste stattfinden. Der Eintritt beträgt 3 Zloty, also in etwa 70 Euro Cent.
Wie an anderen Orten in Poznan auch, ist es hier aber nicht zuletzt die Atmosphäre, die den Besucher zu überzeugen weiß. Die Insel lässt sich bei romantischer Beschreibungsweise als Platz der Stille und des Friedens beschreiben, gerade auch weil die Einwohner in erster Linie Bischöfe und Mönche sind.

Wielkopolska Nationalpark

Der Wielkopolska Nationalpark liegt 15 km südlich des Stadtgebiets im Bereich der großpolnischen Seeplatten. Entstanden ist das Gebiet in erster Linie durch den Einfluss eines Gletschers vor 10 000 – 70 000 Jahren.
Sehenswert ist der Park aufgrund der interessanten vorherrschenden Flora und Fauna, so wurden bislang über 1000 verschiedene Pflanzenarten gezählt. Exorbitant ist ebenso die quantitative Anzahl an wirbellosen Tieren, in Zahlen gesprochen über 3000 verschiedene Insektenformen.  Bedingt durch die Seen in dem Park, werden allerdings auch an Fischen interessierte Reisende hier voll auf ihre Kosten kommen.
Besonders empfohlen sei eine Anreise mit der Dampf-Eisenbahn. Um 8.15 fährt ein dementsprechender Zug vom Poznaner Hauptbahnhof (Glowny) nach Steszew, die Fahrt dauert 35 Minuten. Von dort ist der Park fußläufig erreichbar.

Poznan Zoo

Eine interessante Einrichtung der Stadt ist das Vorhandensein von zwei verschiedenen Zoos. Zum einen gibt es den historischen alten Zoo, zum anderen den neuen Zoo, etwas außerhalb vom Stadtgebiet. Der alte Zoo liegt relativ zentral in der Nähe des Hauptbahnhofs und hat quantitativ keine große Anzahl an Tieren zu bieten, dafür ist er atmosphärisch und aus nostalgischer Sicht sehr angenehm und ein paar europäische Tiere sind auch zu betrachten. Der Eintritt ist kostenlos. Zwischen April und September hat er zwischen 9 und 19 Uhr geöffnet, zwischen Oktober und März zwischen 9 und 16 Uhr. Die Adresse lautet ul. Zwierzyniecka 19.
Der große und neue Zoo, u.a. mit einem beeindruckenden Gehege für Tiger, kostet 15 Zloty (ca. 3,70 Euro) Eintritt und hat folgende Öffnungszeiten: November – Februar zwischen 9 und 16 Uhr, März – Oktober zwischen 9 und 17 Uhr, April – September zwischen 9 und 19 Uhr.

Swiebodzin

Die beeindruckende Jesus-Statue Rio de Jaineros ist weltweit bekannt. Offensichtlich hiervon beeindruckt, entschloss sich die kleine und eher unscheinbare Ortschaft Swiebodzin, 100 km westlich von Poznan gelegen, ein ähnliches Monument zu errichten. 2010 wurde die etwas außerhalb des kleinen Städtchens gelegene Statue eingeweiht. Mit 36 Metern ist sie nicht nur etwa zwei Meter größer als das berühmte Pendant in Brasilien, sondern die weltweit größte Jesus Statue überhaupt. Ehrlicherweise muss jedoch eingeräumt werden, dass eine Besichtigung eher aus Beweggründen der Kuriosität empfohlen sein, da weder die Statue an sich, noch die etwas lieblos gestaltete Umgebung an sich besonders Eindruck hinterlassen. Eher überwiegt hier der Eindruck eines etwas größenwahnsinnigen Projekts, dessen Intention dem Betrachter reichlich Fragen offen lassen, wenngleich öffentlicher Protest aufgrund der Tatsache ausblieb, dass dieses Projekt zu 100 Prozent aus Spendengeldern realisiert wurde. Zur Anreise wird ein PKW empfohlen, da Swiebodzin auf einer von Regionalzügen nur unregelmäßig bedienten Strecke liegt und die Zugfahrt zudem sehr zeitaufwendig ist.

Frankfurt an der Oder

Auf den ersten Blick nicht gerade offensichtlich, aber dennoch interessant ist das unmittelbar an der deutsch-polnischen Grenze gelegene Frankfurt an der Oder.  Frankfurt liegt 170 km westlich von Poznan, die Autofahrt über die jüngst fertig gestellte Autobahn dauert etwa 90 Minuten, genauso lange dauert die Zugfahrt mit dem Euro City (Berlin – Warszawa Express, 20 Euro pro Stecke), der im 2 Stunden Takt verkehrt. Lohnenswert ist der Ausflug vor allem aus der Hinsicht, dass dort die Wechselwirkungen der deutsch-polnischen Beziehungen besonders deutlich werden. Über die Europabrücke ist Frankfurt mit der polnischen Kleinstadt Slubice verbunden, ein Fußmarsch zwischen den beiden Stadtzentren dauert bei gemütlichem Gang gerade einmal eine Viertel Stunde. Mit der Marienkirche und verschiedenen Museen und grenzüberschreitenden Projekten lassen sich hier zwei Länder und Sprachen auf kleinstem Raum erkunden, was einen Tagesausflug hierhin mehr als rechtfertigt.

Redakteur :

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Zahlen

Landesvorwahl :
PL
Postleitzahl :
60-001
Breite :
52.41360
Länge :
16.83739
Zeitzone :
Europe/Warsaw
Zeitzonenbezeichner :
UTC+1
Sommerzeit :
Y

Nachbarstädte

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Wie kommt man hin ?

Poznan wird von zahlreichen internationalen Fluggesellschaften angeflogen, u.a. von Lufthansa ab Frankfurt am Main, Düsseldorf und München. Für den preisbewussten Reisenden stehen jedoch auch die so genannten „Billig Airlines“ zur Verfügung, namentlich Ryanair (allerdings nicht ab Deutschland, sondern in erster Linie ab Großbritannien, Italien und Spanien) und die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air (auch ab Deutschland, Dortmund).
Sowohl von Ost als auch West ist Poznan sehr leicht mit dem Zug zu erreichen. Bedingt durch die verkehrstechnisch günstige Lage auf der Strecke Berlin – Warszawa und zumindest mit Nachtzügen auch weiter bis Minsk und Moskau, fahren mehrere Züge pro Tag in beide Richtungen, wobei es sowohl in die deutsche als auch in die polnische Hauptstadt für 20 Euro per EC innerhalb von drei Stunden Fahrtzeit geht. Die weiteren innerländischen Verbindungen können hier zwar nicht hinsichtlich der zeitlichen Effizienz mithalten, sind aber auch zahlreich und zuverlässig vorhanden. Hauptdestinationen sind hierbei Krakau, Breslau, Stettin, Torun und Danzig. Die polnischen Züge sind zwar nicht die schnellsten und kommen auch gerne einmal eine Stunde verspätet, sind dafür allerdings finanziell erschwinglich.
Das Angebot wird ergänzt durch zahlreiche internationale Busverbindungen, welche besonders von im Ausland arbeitenden und lebenden Polen gerne in Anspruch genommen werden. Den Arbeitsverhältnissen entsprechend sind hier vor allem Deutschland, England und die Niederlande häufig frequentierte Destinationen. Der öffentliche Personennahverkehr innerhalb von Poznan ist durchweg zufrieden stellend. Zwar besitzt Warschau hinsichtlich einer U-Bahn Exklusivitätsrechte innerhalb von Polen, doch zahlreiche Straßenbahnen und Busse machen ein Fortbewegen in der Stadt zu einer übersichtlichen Angelegenheit.
Unterschieden wird hierbei zwischen 15 Minuten und 30 Minuten Tickets, welche 3 bzw. 4 Zloty kosten. Für eine Fahrt innerhalb des Stadtgebiets ist das 15 Minuten Ticket meistens ausreichend. Hinsichtlich Ermäßigungen werden nicht-polnische Studentenausweise leider nicht anerkannt. Die Fahrkarten müssen in der Bahn entwertet werden und aufgrund regelmäßiger Kontrollen ist ein Erwerb auch durchaus empfohlen.

Transport von Poznań

Anderen Verkehrsmitteln
Lawica ~1 km
Krzesiny ~13 km

Stadt Poznań (Wielkopolskie)

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Präsentation

Im Schatten der großen drei Städte, welche als Zentren des Tourismus in Polen dienen, namentlich Gdansk (Danzig), Wroclaw (Breslau) und Krakow (Krakau), führt Poznan für Polenreisende ein oftmals wenig beachtetes Nischendasein. Ebenso wenig wird die Stadt, die immerhin Kandidat zur Ernennung der Kulturhauptstadt Europas für das Jahr 2016 war, mit Industrie und Handel assoziiert, da hier vordergründlich die größeren Orte Warschau und Lodz in der öffentlichen Wahrnehmung präsent sind.
Trotzdem, oder gerade deshalb, ist die größte Stadt der Provinz Westpolen (Wielkopolska) definitiv eine Reise wert. Gerade Reisende, welche es lieber etwas behaglicher und authentischer mögen und die erwähnten großen drei Städte des polnischen Tourismus aufgrund der Menschenmassen, des gerade in Krakow stets wahrnehmbaren Touristennepp und des an westliche Regionen Europas angepassten Preisniveaus lieber meiden, dürften sich in Poznan durchaus wohlfühlen und die Vorzüge des Städtetourismus in Polen kennen lernen.

Die stadt Poznań gehört zu der provinz Wielkopolskie und zu der nachbarschaft Poznań.

Die stadt zählt Poznań erstreckt sich über 261,3 km² und zälht 552.735 Einwohner (Volkszählung von 2010) für eine Dichte von 2.115,33 Einwohner pro km². Die Mindesthöhe ist 60 m, die maximale Höhe ist 157 m.
Die Bürgermeister der stadt Poznań ist Ryszard Grobelny.
Der französische Name der stadt ist Poznań, der englische Name der stadt ist Greater Poland.
Die Website von Poznań http://www.poznan.pl

Points oder Interessen

Die Altstadt

Obgleich vom Poznaner Hauptbahnhof ein etwas längerer Fußmarsch oder eine kurze Fahrt mit dem durchaus effizienten Straßenbahnnetz zu absolvieren ist, wird die Altstadt in den meisten Fällen der erste Anlaufpunkt für Reisende sein. Dies ist keinesfalls nur eine obligatorische Stippvisite, vielmehr bietet der Hauptplatz (Stary Rynek in polnischer Sprache), einen wunderschönen Blickfang, der für einen Augenblick vergessen lässt, dass auch Poznan erheblichen Zerstörungen der Bausubstanz durch den zweiten Weltkrieg und einer staatssozialistisch geprägten Restaurierung  ausgesetzt war.
Der Zugang zum Hauptplatz ist eine klassische Einkaufsstraße/Fußgängerzone westeuropäischer Prägung, die sich  mit einem großen und relativ modernen Einkaufszentrum, den Filialen zahlreicher internationaler Ketten und Imbissbuden aus dem orientalischen Raum nur kaum vom europäischen Mainstream absetzen kann und höchstens aufgrund der strategischen Lage in der Nähe einiger Budgetunterkünfte als Besuchsziel Rechtfertigung erhalten.
Dennoch lässt es sich keinesfalls als Zeitverschwendung verbuchen sich zumindest in der näheren Umgebung aufzuhalten, um ein wenig von dem Charakter der Stadt mitzuerleben. Straßencafes, Straßenkunst und auch Straßenmusiker zeugen von dem Leben das sich hier abspielt, dem preisbewussten Reisenden seien außerdem die so genannten „Milchbars“ ans Herz gelegt, die sich hier zahlreich finden lassen. Diese Milchbars sind ein Relikt aus sozialistischen Tagen und im Prinzip trotz des irreführenden Namens eine nicht ausschließlich auf Milchprodukte fixierte Kantinen mit überaus fairen Preisen. Doch nicht nur finanziell, auch atmosphärisch und von der Qualität der angebotenen Speisen stellen die Milchbars eine mehr als adäquate Alternative zu den bekannten internationalen Fast Food Ketten dar. Nicht außer Acht zu lassen ist dabei auch die Tatsache, dass sich hier traditionelle polnische Delikatessen wie Pierogi (gefüllte Teigtaschen) finden lassen, ein Genuss der bei keinem Besuch in Polen außen vor gelassen werden sollte.

Stary Rynek

Der bereits angedeutete Hauptplatz braucht sich vom Gesamteindruck keinesfalls hinter den Altstädten der beliebtesten Touristenzentren Polens verstecken und muss darüber auch hinaus auch den gesamteuropäischen Vergleich nicht scheuen.
Historisch bedeutsam als Zentrum des mittelalterlichen Poznans und auch als Austragungsort der jüngeren Vergangenheit des 20.Jahrhunderts, als sich der großpolnische Aufstand in Poznan vollzog und sich die polnische Bevölkerung der Stadt erfolgreich von der Einflussnahme des Deutschen Reichs löste und zur Republik Polens zugehörig erkannt wurde, lebt der Platz allerdings nicht nur von seinem imposanten Erbe, sondern vor allem von der wunderschönen Architektur. Spätestens hier werden die Vorzüge Poznans gegenüber beispielsweise Krakau mehr als deutlich. Ein Kaffee in einer Bar in unmittelbarer Umgebung zum Hauptplatz  ist preislich immer noch erschwinglich und die nicht vorhandenen Touristenmassen erlauben einen unverfälschten Blick und einen gemütlichen Spaziergang. Da dies insbesondere auch für die klimatisch angenehmen Sommermonate gilt, wird einem jeden die wahre Quintessenz des Reisens bewusst. Entspannen, das Szenario genießen, die Leute beobachten und dem Alltagsstress entfliehen. Dass dies immer noch auch in einem schönen städtischen und mittelalterlichen Ambiente möglich ist, zählt zweifelsfrei zu den größten Vorzügen der 500 000 Einwohner Stadt. Langsam, aber zielsicher, werden sich die Verantwortlichen der Stadt des touristischen Potentials bewusst und eine Infrastruktur rund um den Platz entsteht, so dass auch der Erwerb von Erinnerungsstücken keine Schwierigkeit darstellt.

Rathaus

Der zentrale Blickfang des Hauptplatzes ist typischerweise das Rathaus, so dass sich um es herum auch diverse Souvenirshops angesiedelt haben, die aber relativ dezent auftreten und keinen negativen Einfluss auf den Gesamteindruck ausüben.
Das Rathaus wurde im 14. Jahrhundert als klassischer Bau im gotischen Stil erbaut, später allerdings im bautechnischen Stil der Renaissance wieder errichtet. Der Architekt Giovanni Battista die Quadro kam zwar nicht direkt aus Italien, aber mit Lugano im Schweizer Tessin zumindest aus dem unmittelbaren kulturellen Einflussbereich Italiens, so dass ein beinahe schon südländisches Flair mitten im Westen Polens hervorgerufen wird.  Ist der Betrachter erst einmal vom Gefühl her zurück aus den Gefilden südlich der Alpen, bietet es sich an sich direkt im Rathaus weiterhin mit der Geschichte Poznans und Polens vertraut zu machen. In den Katakomben des Gebäudes befindet sich das historische Museum der Stadt Poznan. Diverse Ausstellungen verdeutlichen die Entwicklung der Stadt in ihrer wechselhaften Geschichte unter der Zugehörigkeit zu verschiedenen Staaten und den schicksalsträchtigen Teilungen Polens vom 10. Jahrhundert bis zum heutigen Tage, in dem sich Poznan als EM-Gastgeberstadt 2012 und Kulturhauptstadtskandidat als prosperierende Stadt präsentiert.
Die Öffnungszeiten des Museums sind Montags, Dienstags und Freitags zwischen 10 und 16 Uhr, Mittwochs zwischen 12 und 18 Uhr, sowie Sonntags zwischen 10 und 15 Uhr. Für den Eintritt sind 6 polnische Zloty, also in etwa 1,50 Euro zu entrichten.

Das Königsschloss

Obgleich das prächtige Bauwerk Königsschloss heißt, wurde es von einem Herzog errichtet, genau gesagt von Herzog Przemysl, dessen Sohn König Przemysl das Schloss allerdings im Jahr 1290 neu erbauen ließ. Von dem ursprünglichen Bau blieb dabei im Prinzip vom originalen Fundament nichts übrig. Zentraler Anziehungspunkt für die Touristen heutzutage ist allerdings der verhältnismäßig neue Teil des Gebäudes, welcher in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden ist. Hier befindet sich das Poznaner Museum für angewandte Kunst und insbesondere glänzt das Gebäude durch einen prächtigen Ausblick über die bereits beschriebene Altstadt.
Historisch berühmt ist das Königsschloss für die erste preußische Huldigung im Jahr 1492, wenngleich das hiermit oft assoziierte berühmte Gemälde des polnischen Künstlers Jan Matejko, die zweite preußische Huldigung künstlerisch darstellt.
Darüber hinaus ist der Hügel auf dem sich das Schloss befindet, auch ein symbolträchtiger Ort für das polnische Geschichts- und Nationalbewusstsein. Die erste polnische Dynastie, die Piasts erklärten ihr Symbol, den weißen Adler, hier zum nationalen Wappen und Symbol für Polen, was er auch noch bis zum heutigen Tage ist.

Tumski

Es ist keinesfalls als hierarchische Abstufung zu verstehen, dass die Kathedraleninsel Tumski in dieser Auflistung der Sehenswürdigkeiten in Poznan weiter unten auf der Liste zu finden ist, handelt es sich trotz der zahlreichen anderen Höhepunkte der Stadt hier doch um den wahrscheinlich geschichtsträchtigsten Ort. Der Volksmund besagt, dass hier die Gründung Poznans vollzogen wurde. Es heißt dass sich die drei Brüder Lech (der Bezug ist auch anhand des berühmten lokalen Fußballvereins Lech Poznan zu erkennen), Czech und Rus nach Jahren, in denen sie einander nicht sahen, an diesem Ort wiedertrafen und die Stadt gründeten. Hieraus lässt sich auch der Name der Stadt erklären, „Poznan“ entspringt dem polnischen Wort „poznac“, was auf übersetzt „sich treffen“ bedeutet.  Ebenso wurde hier der christliche Baptismus in Polen eingeführt und auch die erste Kirche auf polnischem Boden gebaut. Die St. Peter und Paul Kathedrale entsteht im Jahr 968 und existiert an Ort und Stelle auch heute noch. Eine Besichtigung ist problemlos möglich, täglich zwischen 8 und 16 Uhr, wobei der Zugang zu den Zeiten eingeschränkt ist, an denen christliche Zeremonien wie Gottesdienste stattfinden. Der Eintritt beträgt 3 Zloty, also in etwa 70 Euro Cent.
Wie an anderen Orten in Poznan auch, ist es hier aber nicht zuletzt die Atmosphäre, die den Besucher zu überzeugen weiß. Die Insel lässt sich bei romantischer Beschreibungsweise als Platz der Stille und des Friedens beschreiben, gerade auch weil die Einwohner in erster Linie Bischöfe und Mönche sind.

Wielkopolska Nationalpark

Der Wielkopolska Nationalpark liegt 15 km südlich des Stadtgebiets im Bereich der großpolnischen Seeplatten. Entstanden ist das Gebiet in erster Linie durch den Einfluss eines Gletschers vor 10 000 – 70 000 Jahren.
Sehenswert ist der Park aufgrund der interessanten vorherrschenden Flora und Fauna, so wurden bislang über 1000 verschiedene Pflanzenarten gezählt. Exorbitant ist ebenso die quantitative Anzahl an wirbellosen Tieren, in Zahlen gesprochen über 3000 verschiedene Insektenformen.  Bedingt durch die Seen in dem Park, werden allerdings auch an Fischen interessierte Reisende hier voll auf ihre Kosten kommen.
Besonders empfohlen sei eine Anreise mit der Dampf-Eisenbahn. Um 8.15 fährt ein dementsprechender Zug vom Poznaner Hauptbahnhof (Glowny) nach Steszew, die Fahrt dauert 35 Minuten. Von dort ist der Park fußläufig erreichbar.

Poznan Zoo

Eine interessante Einrichtung der Stadt ist das Vorhandensein von zwei verschiedenen Zoos. Zum einen gibt es den historischen alten Zoo, zum anderen den neuen Zoo, etwas außerhalb vom Stadtgebiet. Der alte Zoo liegt relativ zentral in der Nähe des Hauptbahnhofs und hat quantitativ keine große Anzahl an Tieren zu bieten, dafür ist er atmosphärisch und aus nostalgischer Sicht sehr angenehm und ein paar europäische Tiere sind auch zu betrachten. Der Eintritt ist kostenlos. Zwischen April und September hat er zwischen 9 und 19 Uhr geöffnet, zwischen Oktober und März zwischen 9 und 16 Uhr. Die Adresse lautet ul. Zwierzyniecka 19.
Der große und neue Zoo, u.a. mit einem beeindruckenden Gehege für Tiger, kostet 15 Zloty (ca. 3,70 Euro) Eintritt und hat folgende Öffnungszeiten: November – Februar zwischen 9 und 16 Uhr, März – Oktober zwischen 9 und 17 Uhr, April – September zwischen 9 und 19 Uhr.

Swiebodzin

Die beeindruckende Jesus-Statue Rio de Jaineros ist weltweit bekannt. Offensichtlich hiervon beeindruckt, entschloss sich die kleine und eher unscheinbare Ortschaft Swiebodzin, 100 km westlich von Poznan gelegen, ein ähnliches Monument zu errichten. 2010 wurde die etwas außerhalb des kleinen Städtchens gelegene Statue eingeweiht. Mit 36 Metern ist sie nicht nur etwa zwei Meter größer als das berühmte Pendant in Brasilien, sondern die weltweit größte Jesus Statue überhaupt. Ehrlicherweise muss jedoch eingeräumt werden, dass eine Besichtigung eher aus Beweggründen der Kuriosität empfohlen sein, da weder die Statue an sich, noch die etwas lieblos gestaltete Umgebung an sich besonders Eindruck hinterlassen. Eher überwiegt hier der Eindruck eines etwas größenwahnsinnigen Projekts, dessen Intention dem Betrachter reichlich Fragen offen lassen, wenngleich öffentlicher Protest aufgrund der Tatsache ausblieb, dass dieses Projekt zu 100 Prozent aus Spendengeldern realisiert wurde. Zur Anreise wird ein PKW empfohlen, da Swiebodzin auf einer von Regionalzügen nur unregelmäßig bedienten Strecke liegt und die Zugfahrt zudem sehr zeitaufwendig ist.

Frankfurt an der Oder

Auf den ersten Blick nicht gerade offensichtlich, aber dennoch interessant ist das unmittelbar an der deutsch-polnischen Grenze gelegene Frankfurt an der Oder.  Frankfurt liegt 170 km westlich von Poznan, die Autofahrt über die jüngst fertig gestellte Autobahn dauert etwa 90 Minuten, genauso lange dauert die Zugfahrt mit dem Euro City (Berlin – Warszawa Express, 20 Euro pro Stecke), der im 2 Stunden Takt verkehrt. Lohnenswert ist der Ausflug vor allem aus der Hinsicht, dass dort die Wechselwirkungen der deutsch-polnischen Beziehungen besonders deutlich werden. Über die Europabrücke ist Frankfurt mit der polnischen Kleinstadt Slubice verbunden, ein Fußmarsch zwischen den beiden Stadtzentren dauert bei gemütlichem Gang gerade einmal eine Viertel Stunde. Mit der Marienkirche und verschiedenen Museen und grenzüberschreitenden Projekten lassen sich hier zwei Länder und Sprachen auf kleinstem Raum erkunden, was einen Tagesausflug hierhin mehr als rechtfertigt.

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Poznan wird von zahlreichen internationalen Fluggesellschaften angeflogen, u.a. von Lufthansa ab Frankfurt am Main, Düsseldorf und München. Für den preisbewussten Reisenden stehen jedoch auch die so genannten „Billig Airlines“ zur Verfügung, namentlich Ryanair (allerdings nicht ab Deutschland, sondern in erster Linie ab Großbritannien, Italien und Spanien) und die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air (auch ab Deutschland, Dortmund).
Sowohl von Ost als auch West ist Poznan sehr leicht mit dem Zug zu erreichen. Bedingt durch die verkehrstechnisch günstige Lage auf der Strecke Berlin – Warszawa und zumindest mit Nachtzügen auch weiter bis Minsk und Moskau, fahren mehrere Züge pro Tag in beide Richtungen, wobei es sowohl in die deutsche als auch in die polnische Hauptstadt für 20 Euro per EC innerhalb von drei Stunden Fahrtzeit geht. Die weiteren innerländischen Verbindungen können hier zwar nicht hinsichtlich der zeitlichen Effizienz mithalten, sind aber auch zahlreich und zuverlässig vorhanden. Hauptdestinationen sind hierbei Krakau, Breslau, Stettin, Torun und Danzig. Die polnischen Züge sind zwar nicht die schnellsten und kommen auch gerne einmal eine Stunde verspätet, sind dafür allerdings finanziell erschwinglich.
Das Angebot wird ergänzt durch zahlreiche internationale Busverbindungen, welche besonders von im Ausland arbeitenden und lebenden Polen gerne in Anspruch genommen werden. Den Arbeitsverhältnissen entsprechend sind hier vor allem Deutschland, England und die Niederlande häufig frequentierte Destinationen. Der öffentliche Personennahverkehr innerhalb von Poznan ist durchweg zufrieden stellend. Zwar besitzt Warschau hinsichtlich einer U-Bahn Exklusivitätsrechte innerhalb von Polen, doch zahlreiche Straßenbahnen und Busse machen ein Fortbewegen in der Stadt zu einer übersichtlichen Angelegenheit.
Unterschieden wird hierbei zwischen 15 Minuten und 30 Minuten Tickets, welche 3 bzw. 4 Zloty kosten. Für eine Fahrt innerhalb des Stadtgebiets ist das 15 Minuten Ticket meistens ausreichend. Hinsichtlich Ermäßigungen werden nicht-polnische Studentenausweise leider nicht anerkannt. Die Fahrkarten müssen in der Bahn entwertet werden und aufgrund regelmäßiger Kontrollen ist ein Erwerb auch durchaus empfohlen.

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