Stadt Namangan (Namangan province)

usbekistan

Präsentation

Namangan ist eine Stadt in Usbekistan, die sich vor allem durch seine interessante Geschichte auszeichnet. Die Gründung der Stadt datiert auf das späte 16. Jahrhundert zurück. Während dieser Zeit war Namangan, gelegen im Ferghana Tal, eine Siedlung für lokale Minenarbeiter einer grossen Salzmine. Diese Salzmine trug den Namen Naman kann, von dem der heutige Stadtname abgeleitet wurde.  Im folgenden Jahrhundert wurde die Stadt Aksikent von einem Erdbeben getroffen, welches die Stadt zu grossen Teilen zerstörte. Daraufhin zogen viele Einwohner von Aksikent nach Namangan. Aus der ehemaligen Minensiedlung wurde eine richtige Stadt. Dabei sollte man wissen, dass Aksikent als eine antike Siedlung und als das Zentrum des Fergana Tales galt, welches sich durch die Umzüge der Bevölkerung quasi über Nacht nach Namangan verlagerte. Anschliessend wurde die Stadt Teil von Russland und einigen Kriegen und Separierungen später gehört sie schliesslich heute zu Usbekistan. Bereits im 20. Jahrhundert galt Namangan als die 20. zweitgrösste Stadt des Landes, was auf die Baumwoll-Industrie zurückzuführen ist. Heute ist sie die drittgrösste Stadt des Landes. Nur die Hauptstadt Tashkent und Samarkand sind grösser. Die Stadt geniesst heute den Ruf der Licht- und Nahrungszentrums des Landes. Namangan überrascht mit vielen Grünanlagen und Parkanlagen. Die Ruinen der Stadt Aksikent sind nicht weit von Namangan entfernt, was diese Stadt zu der perfekten Basis macht, um Namangan zu entdecken. Im Jahr 2011 betrug die offizielle Population 448.000 Einwohner. Tadschiken stellen die grösste ethnische Gruppe in diesem Land.

Die stadt Namangan gehört zu der provinz Namangan province und zu der distrikt Namangan.

Die stadt zählt Namangan erstreckt sich über 543 km² und zälht 432.456 Einwohner (Volkszählung von 2011) für eine Dichte von 796,42 Einwohner pro km². Die durchschnittliche Höhe beträgt 476 m.
Der französische Name der stadt ist Namangan.

Points oder Interessen

Geschichte

Die Geschichte von Namangan ist eine ganz eigene, die es sich lohnt näher auf den Grund zu gehen. Der Name der Stadt stammt aus dem persischen und bedeutet übersetzt „eine Salzmine“. Babur hat das Dorf Namangan, das anfängliche nur eine kleine Siedlung der Minenarbeiter war, bereits in seinen Memoiren Baburnama erwähnt. Der russe Vladimir Petrovich Nalivkin veröffentlichte im Jahr 1886 das Buch „Eine kurze Geschichte der Khanate von Kokand“ in dem er das Dorf ebenfalls erwähnt und behauptet, dass die legalen Dokumente von Namangan aus dem Jahr 1643 stammen. Dies ist das heute offizielle Gründungsdatum der Stadt. Es hat allerdings schon lange vor dieser Zeit, mindestens im 14. Jahrhundert, leben in dieser Region gegeben. Der grösste Schritt in der Stadtentwicklung ist ohne Zweifel der Zuzug eines Grossteils der Bevölkerung von Akhsikat. Die Stadt Akhsikat gilt das das antike Zentrum der Region. Akhisat wurde im Jahr 1610 durch ein Erdbeben zerstört. Daraufhin zogen die Menschen, die diesen tragischen Vorfall überlebt haben, nach Namangan, welches zu dieser Zeit eine kleinen Dorf glich. Dies ändert sich schnell und kurz darauf wurde Namangan zu einer Stadt. In den 1860er-Jahren wurde die Stadt Opfer einer russischen Invasion, die schwere Folgen hinterlass. Zu dieser Zeit, genauer gesagt schon seit der Mitte des 18. Jahrhunderts, gehörte die Stadt zum Khanate von Kokand. Wie viele anderen Städte des Fergana Tals, so war auch Namangan ursprünglich von Sogdian-Menschen bevölkert. Später wurde es eine persisch sprachische Stadt, wie auch aus dem heutigen Stadtnamen hervorgeht. Im späten Mittelalter hatten auch die Türken einen enormen Einfluss auf die Bürger der Stadt. Bis ins frühe 20. Jahrhundert stellten jedoch die Tadschiken die Mehrheit. Heute handelt es sich um eine usbekischsprachige Stadt mit einer Tadschikischen Minderheit. Die Stadtentwicklung basiert nicht nur auf einem Erdbeben, sondern wurde in den 30er-Jahren auch wieder um einiges zurückgeworfen, als ein mächtiges Erdbeben die Stadt erschütterte. In diesem Verlauf starben 34 Menschen und 80 weitere wurde verletzt. Mehr als 4800 Häuser wurden zerstört. Seit der Usbekischen Unabhängigkeit Ende des 20. Jahrhunderts hat die Stadt einen Ruf der Islamischen Wiedebelebung, was an den vielen Moscheen und Schulen, die von Ländern aus dem Nahen Osten finanziert wurden, liegen mag. Diese aufregende Geschichte führt dazu, dass die Stadt Namangan heute viele Kulturen miteinander vereint.

Wirtschaft

Namangan war für lange Zeit das Handels- ,Handwerks- und Handkunstzentrum im Fergana Valleny. Dies war historisch seit der Zerstörung der Nachbarstadt so. Die Zuwanderer brachten ihre Fähigkeiten nach Namangan, welche von einem unbezahlbaren Wert für die Region waren. Nach dem sich die Russen die Stadt unter den Nagel gerissen haben wurde die Baumwollherstellung und die Nahrungsverarbeitung zum wichtigsten Wirtschaftsmittel der Stadt. Aus der Baumwollherstellung und der Tradition der vielen Handkünste ergab sich eine ganz eigene Kunstform, wie etwa handbestickte Kleidung. Diese wunderschönen Stücke werden heute noch von vielen, zumeist älteren Frauen hergestellt, und von Menschen im ganzen Land getragen. Dies ist natürlich nicht nur auf Kleidungsstücke reduziert, sondern man sieht diese wunderschönen Stücke zum Beispiel auch in Form von Tischdecken in vielen Wohnungen und Restaurants. So kann man mit Fug und Recht behaupten, dass die Wirtschaft vergangener Tage bleibende Spuren in dem heutigen Stadtbild hinterlassen hat.

Sehenswürdigkeiten

Usbekistan ist nicht wirklich für seine architektonischen und historischen Sehenswürdigkeiten bekannt, was allerdings mehr an der Lage des Landes und den wenigen Besuchern, als mit einem Mangel an Sehenswürdigkeiten liegt. Besucher werden überrascht sein, über die Fülle an kulturellen Sehenswürdigkeiten, welche in Namangan und anderen usbekischen Städten auf die Besucher warten. Eines der Hauptsehenswürdigkeiten ist das Mulla Kyrgyz Madrasa welches in den 20er-Jahren von einem lokalen Baumwollhersteller gebaut wurde. Auch die Mosche von Ota Valikhan Tura, welche ebenfalls in den 20er-Jahren erbaut wurde, gilt als äusserst sehenswert. Diese Mosche ist eine der grössten in Zentralasien und gehört zu der Wahabi Sekte. Besuchern sei auch ein Besuch im Namangan Natur und Historie Museum wärmstens ans Herz gelegen. In diesem warmen Museum befinden sich viele archäologische Funde. Dann ist da noch der Architektonische Komplex Amin Kabri, welcher durch eine Terra-Cotta-Fassade, die aus dem 18. Jahrhundert stammt, begeistert. Weniger als 30 Kilometer westlich von Namangan befinden sich die Akhsikat Ruinen. Dabei handelt es sich um eine Siedlung aus dem ersten Jahrtausend und der ehemaligen Hauptstadt vom Fergana Tal. Die antike Stadt wurde von den Mongolen zerstört, dann erneut aufgebaut  und nach einem Erdbeben verlassen.

Pop

Namangan ist nicht nur eine sehenswerte Stadt, sondern auch eine schöne Basis für Ausflüge in weitere Städte und Dörfer. Von diesen gibt es im Ferghana Tal genug. So empfiehlt sich zum Beispiel ein Ausflug in die Stadt Pop, welche ursprünglich unter dem Namen Bob, der aus dem arabischen stammt und „Tor bedeutet“, gegründet wurde. Pop ist eine der Städte entlang der Seidenstrasse und verfügt daher über einen enormen historischen Wert. Heute handelt es sich um eine kleine und ruhige Stadt, in der man zum einen das normale und alltägliche Leben erleben kann, und auf der anderen Seite einige historische Stätten findet. Die Stadt ist bequem zu Fuss erkundbar und der lokale Markt ist eine Sehenswürdigkeit und günstige Einkaufsmöglichkeit zugleich.

Andijan

Andijan ist eine weitere Stadt im Ferghana Tal, die sie sic hunter keinen Umständen entgehen lassen sollten. Die Stadt wurde im vergangenen Jahrzehnt durch ein Massaker bekannt. Die Geschichte ist komplizert und wurde von den westlichen Medien auch nicht wirklich beachtet. Die Kurzfrom lautet dass es einen bewaffneten Angriff auf ein Gefängnis gab und anschliessend das Regierungsgebäude besetzt wurde, in dem Mitarbeiter der Regierung als Geiseln gehalten wurden. Letztendlich kam es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung in der auch hunderte von unschuldigen Menschen starben und an dessen Ende die Regierung gewann. Die Regierung ist sehr darum bemüht eine Aufklärung zu verhindern, weshalb man dieses Ereignis nur mit äusserster Vorsicht ansprechen sollte.

Chust

Chust ist eine weitere Stadt im Ferghana Valley und als die Heimat vieler Taschenesser bekannt. Diese kleine und ruhige Stadt ist die Heimat vieler Messer-Hersteller, die auf dem lokalen Markt bei ihrer Arbeit bestaunt werden können. Man kann die Stadt am besten mit dem Taxi erreichen. Es gibt auch einen Freizeitpark, der allerdings relativ alt und im Vergleich zu westlichen Freizeitparks recht unspektakulär ist.

Uchkurgan

Uchkurgan ist eine etwas grössere Stadt in der Namangan Provinz. Es leben insgesamt 24.000 Menschen in der Stadt, welche erst seit 40 Jahren den Status einer Stadt innehält. Die Stadt ist für seine Baumwoll-Verarbeitung bekannt.

Turakurgan

Turakurgan ist eine kleine Stadt in der Namangan Provinz, die auf den ersten Blick relativ unspektakulär wirkt. So ist dies eine schöne und vor allem authentische Stadt, um mehr über das lokale Leben zu erfahren. Des Weiteren gilt die Küche von Turakurgan als ausgezeichnet.

Kosonsoy

Die Stadt Kosonsoy ist nach dem Fluss Koson benannt, welcher der Stadt seine romantische Atmosphäre verleiht. Es handelt sich dabei um eine sehr sehenswerte Stadt.

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Zahlen

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Wie kommt man hin ?

Mit dem Flugzeug: Jeden Samstags gibt es Flugverbindungen von der russischen Stadt Ekaterinenburg. Dienstag und Sonntags gibt es eine Flugverbindung von Moskau. Dienstags gibt es auch einen Flug von St. Petersburg. Flüge nach Tashkent werden Dienstags und Sonntags angeboten. Mit dem Bus: Es gibt tägliche Minibusse, die von Tashkent nach Namangan fahren. Die Fahrt gilt als recht beschwerlich. Taxis sind eine bequemere, wenn auch teurere, Alternative.